Ledersohlenöl

Wenn Leute Ihre Schuhe putzen, reinigen Sie meistens nur den Oberteil der Schuhe und vergessen dabei ganz auf einen ebenfalls wesentlichen Schuhteil, nämlich die Sohle. Diese müssen Sie meiner Ansicht nach nicht so häufig pflegen aber ab und zu ein Schuss Ledersohlenöl wird Ihrer Schuhunterseite gut tun. In diesem Artikel lesen Sie alles zur Anwendung, zu Produkten und zu weiteren Pflegetipps.

Warum sollten Sie Ihre Schuhe mit Ledersohlenöl pflegen?

Ganz einfach: Mit Sohlenöl halten Ihre Schuhe einfach länger. Sie sorgen nämlich dafür, dass die Schuhe beim Austrocknen nicht steif werden und an Flexibilität verlieren. Das führt dazu, dass sich die Sohle bei der Abrollbewegung besser anpasst und somit nicht so leicht brechen und rissig werden kann.

Würde Ihre Schuhsolle nämlich rissig werden, kann immer mehr Wasser eindringen, das den Schuh weiter kaputt macht. Es entsteht eine kleine Abwärtsspirale, die immer größer wird. Mit der Ledersohlenöl-Pflege erreichen Sie eine besser Wasserabweisung (Hydrophobierung) der Schuhsohle.

Ohne Ledersohlenöl läuft sich auch die Sohle schneller ab, was ebenfalls dazu führt, dass Sie eher neue Schuhe brauchen. Wenn erst einmal die Schuhsohle hinüber ist, können Sie sich meiner Ansicht nach gleich vom ganzen Schuh trennen.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass die Anwendung von Ledersohlenölen die Lebensdauer Ihrer Schuhe erhöht.

Wie häufig sollten Sie Ledersohlenöl anwenden?

Nun, ich denke, es reicht, wenn Sie Ihre Ledersohlen 4- bis 6-mal pro Jahr mit einem Ledersohlenöl einlassen. Ein- bis zweimal davon im Frühling und über die kalt-nasse Jahreszeit die restlichen 3- bis 4-mal. Es schadet sicherlich auch nicht, wenn Sie sich einmal im Monat Zeit nehmen, das Öl aufzutragen. Dies kann ich aber wirklich nur bei besonderen Schuhen empfehlen, die Sie noch dazu fast täglich tragen.

Aber auch die Behandlung mit dem Ledersohlenöl ist meiner Ansicht nach keine absolute Gewähr für eine langhaltende Sohle. Es gibt auch eine Reihe anderer Faktoren, die die Lebensdauer bestimmen, wie beispielsweise die Sohlendicke, das Profil und nicht zuletzt die Materialgüte.

Ich bin dennoch der Meinung, dass eine geschützte Sohle länger hält als eine ungeschützte.

Welches Ledersohlenöl ist empfehlenswert?

Bei Amazon ist die Auswahl an Ledersohlenölen überschaubar. Ich habe ein Produkt auch getestet, es handelt sich um das Steinhauer Leder Sohlenöl.

Ledersohlenöl von Burgol

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Ein absoluter Klassiker ist aus meiner Sicht das Ledersohlenöl von Burgol*. Dieses wird mit einer Füllmenge von 125 ml in einer schönen Glasflasche geliefert. Es ist auch mit einem zum Auftragen geeigneten Pinsel versehen.

Die Amazon Rezensenten sind sich einig: Nach rund 20 Bewertungen (05/2017) haben Sie dieses Ledersohlenöl mit 4,6 von 5 möglichen Sternen bewertet. Negative Bewertung findet sich keine.

Burgol steht meines Erachtens für Qualität und daher können Sie dieses Öl bedenkenlos kaufen und verwenden.

Sohlenöl von Tonino

Ledersohlenöl von Tonino

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Auch dieses Ledersohlenöl von Tonino* steht dem ob genannten um nichts nach. Auch hierbei handelt es sich um ein hochwertiges Ledersohlenpflegeöl mit echtem Bienenwachs und ätherischen Ölen.

Es minimiert das Einziehen von Feuchtigkeit und Wasser in die Ledersohle und ist dabei harz- und säurefrei. Geliefert wird es in einer 100 ml Glasflasche mit Pinsel.

Für meinen Begriff steht dieses Produkt dem Öl von Burgol um nichts nach. Die etwas geringere Füllmenge des Ledersohlenöls von Tonino bevorzugt aber diejenigen, die nicht so viel brauchen.

Wie wendet man das Sohlenöl korrekt an?

Die Anwendung von Ledersohlenöl ist relativ einfach und beansprucht nicht viel Zeit:

  1. Tragen Sie mit einem geeigneten Pinsel das Ledersohlenöl gleichmäßig auf Ihre Schuhsohlen auf. Achten Sie dabei darauf, dass es nicht herunter läuft und Trößchen bildet.
  2. Lassen Sie das Öl nun etwa 5 bis 10 Minuten einwirken.
  3. Danach tragen Sie nochmal eine Schicht auf.
  4. Legen Sie nun die Schuhe über Nacht seitlich zum Trocknen in einen gut durchlüfteten Raum.

Tipp: Laufen Sie nicht gleich nach dem Auftragen des Ledersohlenöls in der Wohnung herum. Überschüssiges Öl könnte sich am Boden verteilen.

Haben Sie ganz neue Schuhe, sollten Sie die Erstbehandlung mit Ledersohlenöl erst nach ein paar Wochen durchführen. Bis dahin hat sich die Sohle etwas verdichtet und aufgeraut und ist so bereit für das Einlassen.

Was Sie noch beachten sollten

Wie oben schon angedeutet sollten Sie das Ledersohlenöl sparsam dosieren. Kommt erst einmal etwas Öl auf die Oberhaut des Schuhs (weil Sie unachtsam waren), bekommen Sie dieses nur mehr sehr schwer weg. Tipps dazu finden Sie auch in diesem Beitrag zum Lederschuhe pflegen.

Agieren Sie daher sehr konzentriert und lassen Sie sich durch nichts Ablenken. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie Richtung Sohlenrand kommen.

Halten Sie auch den Pinsel nie direkt über heikle Stellen auf Ihrem Schuh. Es reicht ein Tröpfchen Ledersohlenöl und die Lederhaut am Oberleder kann Schaden nehmen.

Lassen Sie außerdem Ledersohlenöl nicht offen herum stehen. Bewahren Sie es an einem kühlen und gut belüfteten Raum auf und verschließen Sie es nach jeder Anwendung ordentlich. So ist es fast unbegrenzt haltbar.

Wundern Sie sich nicht, wenn sich das Öl im Laufe der Zeit von goldgelb zu braun verwandelt. Dieser farbliche Unterschied hat keinen Einfluss auf Haltbarkeit oder Qualität sondern entsteht meistens aufgrund der Inhaltsstoffe.

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Letzte Aktualisierung: 20.09.2017 um 07:59 Uhr, Bilder von amazon.de

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