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Ihr Schuhputz-Ratgeber im Internet

Ledersohle reinigen und pflegen: Auch die Schuhunterseite ist wichtig

Ledersohle pflegen reinigen

Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie eine Ledersohle reinigen und pflegen und auf was Sie dabei alles achten sollten.

Bei Schuhen liegt das Hauptaugenmerk meistens auf dem Oberleder bzw. auf der Oberseite des Schuhs. Dabei ist es eigentlich gar nicht so abwegig, dass ein Schuh kaputt geht, weil die Sohle schlapp macht. Denn: Auch die untere Seite ist wesentlich und bildet die Schichte, die zwischen dem Belag und Ihren Füßen liegt. Daher erkläre ich heute, wie und warum Sie die Ledersohle reinigen und pflegen sollten.

Die Schuhsohle – Gummi oder Leder?

Wahrscheinlich werden die meisten Sohlen, die Sie derzeit zu Hause haben Gummisohlen sein. Das ist wenig verwunderlich – ist diese doch sehr belastbar und beim Wandern, Laufen oder Sport eigentlich kaum zu ersetzen.

Ledersohle reinigen

Bei eleganten Schuhen wäre eine Gummisohle wahrscheinlich unpassend.

Sohlen aus Gummi bestehen in der Regel aus Synthetik oder Kautschuk und sind oft profiliert. Zudem sind diese meist schichtweise aufgebaut und wasserfest.

Außerdem ist die Haftung auf glatten Flächen sehr gut und chemische Substanzen oder Salze sind meist problemlos zu verkraften.

Dennoch: Es gibt gewisse Schuhe, bei denen eine Gummisohle einfach nicht sehr angemessen ist. Denken Sie dabei nur an elegante Ballschuhe oder Business-Schuhe.

Die Ledersohle ist bequem, atmungsaktiv und optisch eine sehr gute Wahl. Natürlich ist ein Schuh mit so einer hochwertigen Sohle auch nicht ganz billig.

Damit Sie dessen Lebensdauer trotzdem sehr hoch halten, sollten Sie die Ledersohle reinigen – und zwar regelmäßig.

Ledersohle reinigen und säubern

Erstens sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Sie Schuhe mit Ledersohle nicht tagtäglich und immer tragen sollten. Als Faustregel gilt für mich: Nach einem Tag tragen ist ein Tag Pause angesagt. Dies vor allem deshalb, dass sich der Schuh samt Sohle auch erholen und zur Gänze austrocknen kann.

Lederschuhe reinigen Schuhreiniger

Mit einem Schuhreiniger pflegen Sie Oberseite und Unterseite von Lederschuhen.

Wenn Ihre Lederschuhe schmutzig sind, sollten Sie diese abwischen. Das machen Sie am besten mit einem Schuhputztuch oder (weichen) Schwamm und etwas handwarmen Wasser, wenn es trocken nicht funktioniert.

Sollten Sie Verschmutzungen ganz schlimm sein, könnten Sie auch einen Schuhreiniger* verwenden und eine (weiche) Schmutzbürste verwenden. Hier habe ich übrigens den Siegol Schuhreiniger getestet.

Wichtig ist, dass das Reinigen der Sohle nicht zu nass gemacht wird, sondern das Abwischen lediglich feucht stattfindet.

Wenn Sie kleine Steine oder dergleichen aus der Sohle herauslösen möchten, verwenden Sie dazu am besten keine spitzen Gegenstände. Einmal abrutschen und die Sohle könnte durchstoßen sein.

Im Anschluss daran und wenn alles sauber ist, muss die Ledersohle trocknen. Das machen Sie am besten, in dem Sie einen Schuhspanner aus Zedernholz in den Schuh geben. Dieser hilft dem Schuh auf natürliche Art und Weise beim Austrocknen.

Lagern Sie die Schuhe dabei seitlich, damit die Sohle schön abtrocknen kann.

Ledersohle pflegen und mit Öl einlassen

Nicht täglich aber regelmäßig (etwa alle 4 bis 8 Wochen) empfehle ich zudem ein Ledersohlenöl zu verwenden, um so Ihre Ledersohle zu pflegen.

Dieses ist ein wichtiger Faktor für eine lange Lebensdauer der Schuhunterseite. Dieses Öl zieht tief in das Leder ein und nährt es.

Generell ist bei der Verwendung des Öl zu beachten, dass es nicht nass aufgetragen wird, sondern nur solange, bis die Sohle auch gesättigt ist (also nichts mehr aufnehmen kann).

Außerdem muss die Sohle trocken sein, weil sonst die Poren mit Wasser voll sind und kein Ledersohlenöl aufnehmen können.

Tragen Sie es mit einem Pinsel auf und lassen Sie danach den Schuh trocknen. Am besten legen Sie ihn seitlich auf.

Beachten Sie, dass die Trocknung langsam von statten gehen muss, damit das Leder nicht reißt oder porös wird – daher weg von Öfen, Heizkörpern oder dem direkten Sonnenlicht.

Bevor Sie das erste Mal Ledersohlenöl auftragen, sollten Sie die Schuhe ein paar Tage lang einlaufen.

Pflegerythmus: Sind die Schuhe nicht stark beansprucht, reicht es meiner Meinung nach, im zweimonatigem Rhythmus das Ledersohlenöl zu verwenden.

Diese Ledersohlenöle habe ich bereits getestet

Die folgenden Ledersohlenöle habe ich zu Hause bereits ausprobiert:

Steinhauer Ledersohlenöl

Dieses war eines der ersten Produkte, das ich überhaupt auf dieser Webseite getestet habe (Testbericht: Steinhauer Leder Sohlenöl im Test).

Es ist lösungsmittel,- harz- und säurefrei sowie mit echtem Bienenwachs versehen. Ausgeliefert wird es in einer 100 ml Plastikflasche mit Schraubverschluss.

Sehen Sie es sich bei Interesse hier im Detail bei Amazon an: Steinhauer Ledersohlenöl*.

Siegol Ledersohlenöl

Siegol Ledersohlenöl zum Ledersohle pflegen

Das Siegol Ledersohlenöl pflegt Ihre Schuhe auch an der Unterseite.

Das Ledersohlenöl von Siegol (Testbericht: Siegol Ledersohlenöl im Test) ist ein sehr ergiebiges und wertvolles Produkt. Man benötigt nicht viel davon und kann es ganz leicht mit einem Pinsel auf die saubere Schuhsohle auftragen. Geliefert wird es in einer 125 ml Glasflasche mit Schraubverschluss.

Sie können es sich hier im Detail direkt bei Amazon ansehen: Siegol Ledersohlenöl*.

FAQs zur Ledersohlenpflege

Hier habe ich noch wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Reinigung und Pflege von Ledersohlen beantwortet:

Kann man eine Ledersohle auch mit Olivenöl pflegen?

Grundsätzlich ja – und bevor Sie diese nie pflegen kann es auch nicht verkehrt sein, Olivenöl zu benutzen. Bedenken Sie nur, dass dieses auf pflanzlichen Fetten besteht und nach einiger Zeit ranzig werden kann sowie übel zu riechen beginnt.

Wie verhält sich die Ledersohle bei Regen?

Ledersohlen ist Wasser zwar nicht sonderlich sympathisch aber bei guter Behandlung und regelmäßiger Pflege ist auch der Regen kein sonderliches Problem für diese Sohlenart. Natürlich müssen Sie es nicht herausfordern und wenn es einmal heftig schüttet und nass ist und Sie sich entscheiden können, sollten Sie eventuell zur Gummisohle greifen. Ein MUSS sehe ich dabei aber nicht. Ich bin oft genug mit Ledersohlen bei Regen unterwegs. Wichtig ist, dass Sie diese danach ausreichend lange trocknen lassen.

Gibt es eine Schutzsohle für die Ledersohle?

Einen guten Schutz für Ihre Ledersohle bieten beispielsweise Galoschen. Das sind Überschuhe, die sowohl das Oberleder als auch die Sohle schützen. Prädestiniert sind solche Galoschen, wenn Sie mit Ledersohlen zum Beispiel auf einer Baustelle herum gehen müssen oder als Tierarzt einen Stall aufsuchen möchten.

Wie kann man eine Ledersohle imprägnieren?

Die beste Imprägnierung erfahren die Sohlen meiner Meinung nach, wenn Sie diese mit Ledersohlenöl (wie oben beschrieben) pflegen. Das Öl hält sie weich und geschmeidig und macht sie daher auch wasserfest. Zudem wirken Öle (und Fette in dem Öl) von sich aus wasserabweisend.

Fazit zur Ledersohlenpflege

Die Pflege der Ledersohle ist vor allem bei hochwertigen und kostspieligen Schuhen fast schon ein kleines MUSS. Sie erhalten so die Lebensdauer der Schuhe und machen Sie so widerstandsfähiger gegen das Eindringen von Feuchtigkeit aufgrund von Haarrissen.

Tragen Sie dazu regelmäßig, im Abstand von etwa 4 bis 8 Wochen, ein gutes Ledersohlenöl auf. Meiner Ansicht nach ist dieses hier eines der derzeit besten Produkte am Markt::

Burgol Ledersohlenöl 125ml + Schuhreiniger 250ml mit...*
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Letzte Aktualisierung: 15.08.2020 um 20:05 Uhr, Bilder von amazon.de